Insektenhotel Bewohner

Welche Insekten in einem Insektenhotel wohnen, hängt stark von der „Zimmereinrichtung“ ab. Jedes Insekt hat seine eigenen Vorstellungen von seiner Unterkunft. Weshalb auch Insektenhotels mit unterschiedlichen Gestaltungsvarianten in Shops erhältlich sind.

Das Einnisten im Insektenhotel

Schon kurz nach dem Aufhängen/bauen des Insektenhotels nisten sich oft die ersten Tiere ein. Zu den häufigen Bewohnern eines Insektenhotels zählen Solitärbienen, Ohrwürmer, Hummeln oder Marienkäfer. Wildbienen und Solitärbienen werden in unterschiedliche Arten aufgeteilt, dazu zählen z. B. die Seidenbienen, Löcherbienen, Mauerbienen, Pelzbienen und Maskenbienen.

Diese Bienen findet man meist dann, wenn die Löcher im Insektenhotel von 2 oder 10 Millimetern Durchmesser vorhanden sind. Ohrwürmer sind die nachtaktiven Bewohner des Hotels. Sie verstecken sich gerne unter Steinen, Brettern usw. Der Ohrwurm nistet sich aber gerne in Holzwolle oder Stroh ein, mögen wegen ihrer Nachtaktivität aber keine Hotels, die in der prallen Sonne stehen.

Bienen-Bewohner-Insektenhotel

Bewohner im Insektenhotel

Weitere Bewohner können Hummeln sein. Folgende Hummeln kommen als Insektenhotel-Bewohner in Frage:

  • Obsthummeln
  • Feldhummeln
  • Wiesenhummeln
  • Samthummeln
  • Waldhummeln

Wenn Sie sich für Hummeln als Bewohner Ihres Insektenhotels interessieren, kommt vielleicht ein spezielles Hummelhotel für Sie in Frage.

Ein weiterer, häufig vorkommender Gast im Insektenhotel sind Wespen. Vorkommende Arten sind beispielsweise:

  • Grabwespen
  • Lehmwespen
  • Goldwesepen

 

Wespen bevorzugen vorgebohrte Löcher oder hohle Zweige. Sie legen dort ihre Eier ab. Aber auch in Ziegeln und Niststeinen sind solitär Lebende Wespen gerne zu Hause. Unterstützend können den Wespen aber auch noch ein paar hohle Schilfrohr- oder Bambusstäbe in die Löcher gesteckt werden.

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Verschiedene Bienenarten als Bewohner

Die Maskenbiene ist bei ihrer Unterkunft nicht sonderlich wählerisch. Sie nistet sich gerne in Ritzen, Röhren, Lehmwänden, Mauerwerk, hohlen Pflanzenstängel und Trockenmauern ein. Die Seidenbiene liebt Gänge, die aus Sand, Steinwände oder Lehm gebaut wurden.

Wenn in der Nähe eines Insektenhotels Reinfarn oder Scharfgarbe zu finden, erhöhen sich die Chancen, dass sich die Seidebiene einnistet. Die Blattschneiderbiene baut sich ihre Höhle aus alten Holz, Erde oder markhaltigen Pflanzstängeln. Mit ihren scharfen Kiefer schneidet sie Fliederblättern, Pappeln oder Rosen aus und kleidet ihre Höhle damit aus. In der Nisthilfe braucht sie eine Unterkunft mit einem Durchmesser von fünf bis sechs Millimeter.

Die große Wollbiene ist ebenfalls im Insektenhotel zu finden. Zur Auskleidung ihres Nistplatzes verwendet sie Fasern von Pflanzstielen. Der Nistplatz kann sowohl eine Bambusröhre, wie auch eine Hartholzscheibe sein. Diese Bienenart hat Strohblumen, Königskerzen und Taubnesseln besonders gern.

Die rotpelzige Sandbiene, Löcherbienen, Pelzbienen und Maskenbienen bevorzugen kleine und große Holz-Eingänge mit 4,5 mm und 8 mm Durchmesser. Diese Unterkünfte dienen ihnen als Unterschlupf beim Nisten, werden aber auch gerne zum Überwintern angenommen.

Florfliegen und Käfer als Bewohner

Mit ihren durchsichtigen Flügeln sind die grünen Fliegen sehr wichtig bei der Bekämpfung von Blattläusen. Auch Marienkäfer sind gern gesehene Gäste im Insektenhotel. Sie ernähren sie ebenfalls von Blattläusen und Spinnmilben. Zu den weiteren Gästen zählen auch der gemeine Weichkäfer, Holzkäfer, Laufkäfer und Ameisen – beispielsweise die Waldameise. Laufkäfer fressen gerne Schnecken, Raupen, Engerlinge und Kartoffelkäfer und sind deshalb gern gesehene Insekten im Insektenhotel, da so im besten Fall die unterschiedlichsten Schädlinge durch die Insektenhotel-Bewohner im Garten bekämpft werden.

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